Hintergrund der Umfrage
Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland. Die Interviews wurden telefonisch durchgeführt und fanden zwischen Kalenderwoche 9 und 12 im Jahr 2026 statt. Thematisch ging es unter anderem um die Wahrnehmung digitaler Abhängigkeiten, das Nutzerverhalten sowie die Offenheit gegenüber europäischen Alternativen.
Verantwortung der Verbraucher
Ein auffälliges Ergebnis ist, dass viele Menschen sich selbst in der Pflicht sehen: 87 Prozent sind der Ansicht, dass auch Nutzer aktiv zur digitalen Unabhängigkeit beitragen sollten. Gleichzeitig sind 62 Prozent bereit, kurzfristige Nachteile in Kauf zu nehmen, wenn dies langfristig mehr Souveränität bringt.
In der Realität zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild: 34 Prozent haben sich bereits bewusst für europäische digitale Angebote entschieden, weitere 27 Prozent haben sich zumindest mit dem Thema beschäftigt. Gleichzeitig hat jedoch ebenfalls rund ein Drittel (34 Prozent) bislang nicht darauf geachtet, woher die genutzten digitalen Dienste stammen.
Schwierigkeiten beim Umstieg
Trotz des vorhandenen Bewusstseins fällt vielen der Wechsel zu europäischen Anbietern schwer. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) empfindet diesen Schritt als kompliziert.
Als Gründe werden vor allem der Aufwand beim Übertragen von Daten, bestehende Bindungen an bekannte Plattformen sowie fehlende Funktionen oder Integrationen bei europäischen Alternativen genannt. Diese Faktoren erschweren es, bestehende digitale Gewohnheiten zu ändern.