Was ein tragfähiger Zugang mitbringen muss
Damit ein Sprachmodell mit Unternehmensdaten arbeiten darf, müssen drei Dinge zusammenkommen. Fehlt eines davon, ist der Einsatz angreifbar, unabhängig davon, wie gut das Werkzeug funktioniert.
- Ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter
- Verarbeitung innerhalb der EU, vertraglich zugesichert
- Training auf den eigenen Eingaben nachweislich abgeschaltet
Diese Punkte klingen formal, haben aber sehr konkrete Folgen. Bei einem Datenschutzvorfall ist der Vertrag das Dokument, mit dem Sie belegen, dass die Verarbeitung geregelt war. Ohne ihn stehen Bußgelder im Raum, die bei Verstößen gegen die Datenschutz-Grundverordnung bis in den zweistelligen Millionenbereich reichen können.
Der Unterschied zwischen dürfen und können
Technisch kann jedes Modell jede Datei verarbeiten. Ob es darf, entscheidet sich vorher: an der Frage, welche Daten überhaupt hineindürfen, wer das freigibt und wo die Verarbeitung stattfindet. Diese Entscheidung sollte einmal sauber getroffen und dann aufgeschrieben werden, nicht bei jeder Eingabe neu.
Schulung ist keine Kür
Die EU-KI-Verordnung verlangt, dass Mitarbeitende, die mit KI-Systemen arbeiten, ein angemessenes Verständnis dafür mitbringen. Gemeint ist kein Informatikkurs, sondern drei praktische Dinge.
- Wie das System grundsätzlich arbeitet und woher seine Antworten kommen
- Wo seine Grenzen liegen, insbesondere bei erfundenen Angaben
- Welche Daten hinein dürfen und welche nicht
In der Praxis reicht dafür eine gute Stunde, wenn sie an echten Beispielen aus dem eigenen Haus entlanggeht. Wichtiger als der Umfang ist, dass es stattfindet, dokumentiert ist und bei neuen Mitarbeitenden wiederholt wird.
Warum die Antwort oft in der Architektur liegt
Je mehr Nachweise verlangt werden, desto attraktiver wird eine kontrollierte Umgebung. Wenn die Modelle auf Servern in Deutschland laufen und die Dokumente das eigene Netz nicht verlassen, sind viele Fragen nicht mehr zu beantworten, sondern erledigt.
Für den Mittelstand ist das inzwischen praktikabel. Offene Modelle sind gut genug für die meisten Aufgaben im Alltag, und der Betrieb lässt sich mieten statt aufbauen. Genau dafür gibt es DSGPT: eine Plattform, die mehrere Modelle, eigene Dokumente, Rollen und Kostenkontrolle an einem Ort bündelt.
Das heißt nicht, dass jedes Unternehmen alles selbst betreiben muss. Es heißt, dass die Entscheidung über die Architektur eine Entscheidung über den späteren Aufwand ist. Wer heute sauber aufsetzt, muss in zwei Jahren nicht umbauen.